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Der STAND der DINGE (Положение вещей) для инструментального ансамбля Посвящается Виктору Екимовскому 1991 35' fl./fl.picc./fl.c-alto, ob./c.ingl, cl./cl.picc./cl.basso, cl./cl.basso, fag./c.fag, corno, tr, trb, tuba, batteria (3 esecutori), harmonium, celesta, piano (direttore), arpa, vn I, vn II, vl, vc, cb, nastro magnetico. Премьера – ENSEMBLE MODERN (Frankfurt am Main, Deutschland), дирижер Ingo Metzmacher, режиссер Franz-Josef Heumannskamper. Alten Oper, Frankfurt am Main. 08.11.91.
Der Stand der Dinge
Das
Werk entstand im ersten Halbjahr 1991 als Auftragsarbeit der
Frankfurt Feste für das Ensemble Modem. Ausgangspunkt und Kern
der Komposition ist die Vorstellung von den „Fünf Stücken
für Orchester“ op.10 von Anton Webern, derzufolge man
sich in einem Labyrinth des musikalischen Materials bewegt. Im
Verlauf des Werkes teilt sich das Orchester öfters in
selbständige aufeinander bezogene Ensembles: Streich- und
Bläserquartette, Blechbläser- und Streichtrio, Duo von
Kontrabaß und Baß-Klarinette usw. Ähnlich wie
Weberns Musik, die manchmal als klingendes Ereignis, manchmal aber
auch nur als optische Erscheinung in Form des Notenbildes im Kopfe
des Dirigenten anwesend scheint, bewegt sich dieses Werk von Karajew
auf höchst eigenen Schienen. Jeder der verschiedenen
Strukturkomplexe erreicht ein neues qualitatives Niveau und zielt auf
einen Bedeutungshöhepunkt zu, der aber oftmals nicht mit dem
dynamischen Höhepunkt kongruiert. Diese Differenzen bewirken
etwas Schwankendes und Instabiles in der musikalischen Form, die
geradezu wellenartig durch episodische Einschübe – Deklamation
von Prosa Max Frischs, Rezitation von Gedichten Ernst Jandls, durch
einen dargestellten Leichenzug von höchster Irrealität und
durch manche anderen alogischen Interpolationen aus dem Bereich des
absurden Theaters – überformt wird.Die in den Teilen l, III und V vorkommenden Quasi-Zitate stammen aus dem Kinderstück „Aufdringliche Gedanken“ für Klavier von Kara Karajew (1918-1982), dem Vater und Lehrer von Faradsch Karajew. Die Doppeldeutigkeit der Musik wird durch dieses Zitat noch „Frage ohne Antwort“ („Question with out answer“) überhöht und verrätselt.
Der RegisseurFranz-Josef Heumannskämper ![]() War
als Schauspieler unter anderem am Schauspielhaus Köln engagiert.
Wirkte u.a. in Robert Wilsons „the CIVIL warS“ mit,
1983/84 TV-Aufzeichnung WDR. Interpretierte und realisierte im
BereichNeue Musik und Musiktheater Werke u.a. von Cathy Berberian („Stripsody“, 1885 TV-Aufzeichnung WWF), Luciano Berio („SequenzaV“), Nam June Paik, Bernd Alois Zimmermann, „TonDichtung 11 – Nacht“ (1987, ein Zyklus des WDR), Faradsch Karajew („Der Stand der Dinge“, 1991). Brachte zahlreiche Autoren auf die Bühne, deren Texte ursprünglich nicht un bedingt für das Theater gedacht waren. So „Dadazuerich“ (1983) und „MiX. Hommage à Max Ernst“ (1985), ebenso bei „Nietzsche Live in Concert“ (für die Oper der Stadt Köln, 1987), „Das Hohelied“ (nach Salomo, 1988), „Schwimmen nach Kambodscha“ (nach Spalding Gray, 1989, Fernseh-Produktion 1991). Inszenierte 1990 in Frankfurt am Main (Alte Oper) „El Cimarron“ von Hans Werner Henze mit dem „Ensemble Modern“. 1991 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut die
belgischdeutsch-luxemburgische Co-Produktion „HerzschMerzen“
mit Texten von Kurt Schwitters. Ebenfalls 1991 „Quartett“
von Heiner Müller.Im Herbst wird Franz-Josef Heumannskämper wieder mit dem „Ensemble Modern“ am Hebbel-Theater Berlin und im Odeon Wien arbeiten. Gastspiele und Gastinszenierung u.a. in Avignon (Festival 1990), Berlin (Theatertreffen 1985, Festwochen 1991), Bonn, Brüssel, Düsseldorf, Frankfurt a.M. (Frankfurtfeste 1985, 1990, 1991), Köln, Krakau, Lissabon, London, Luxemburg, Luzern, München, Warschau, Wiesbaden, Wien (Wien Modern 1991). Прошло десять лет… (…) Противоположный пример – внешне абсолютно никак не связанное ни с Востоком вообще, ни с Азербайджаном в частности, произведение для инструментального театра ‘Der Stand der Dinge’ (‘Положение вещей’), которое было заказано Фараджу Караеву (…) всемирно известным коллективом – франкфуртским Ensemble Modern. ‘Вашим композиторам не следует подражать тому, что было модно на Западе двадцать лет назад, – изрекал мэтр, наивно полагавший, что мы познакомились с премудростями ‘новой’ музыки только после того, как поднялся ‘железный занавес’ и у нас наступила эпоха ‘перестройки’ – Вам надо найти свой путь, опирающийся на богатства вашей национальной культуры’. До боли знакомая мысль! – хотя и прозвучавшая из совершенно иных уст… А 45-минутный спектакль азербайджанского автора немцы не только исполнили в Германии, на Frankfurt Feste, но и взяли на себя смелость повезти на другой престижный фестиваль – Wien Modern-91. (…) Джахангир Селимханов
‘Музыкальная академия’ №1-2002 |
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